Carla Speering

Carla Speering

Vice President Self-Care,

Asien-Pazifik

Carla arbeitete 12 Jahre lang übergreifend in einem anderen Unternehmen im Gesundheitssektor und legte dann eine einjährige berufliche Auszeit ein, in der sie Südafrika, Süd- und Mittelamerika und Asien bereiste, bevor sie 2015 ihre berufliche Laufbahn bei Johnson & Johnson als Group Marketing Manager in Sydney, Australien, aufnahm. In dieser Funktion war sie für die Leitung eines Teams verantwortlich, das sich auf vier Kategorien konzentrierte – Gesundheit der Haut, Babypflege, Damenhygiene und Mundpflege. Seitdem hatte sie verschiedene Funktionen im Bereich Consumer Health inne und ist jetzt Senior Marketing Director, Self Care, Asia Pacific.

Lesen Sie, wie Carla einige der aufschlussreichsten Erfahrungen ihrer bisherigen Zeit bei J&J Consumer Health beschreibt und wie ihre berufliche Laufbahn und ihre professionelle Entwicklung dadurch angetrieben wurden.

 

Meiner Meinung nach wird die Wirkung übergreifender Projekte unterschätzt. An bestimmten Punkten meiner beruflichen Laufbahn wechselte ich zwischen verschiedenen Funktionen gleicher Ebene, anstatt aufwärts zu streben. Danach konnte ich meine Karriere aufgrund der fachübergreifenden Erfahrungen, die ich gesammelt hatte, schneller vorantreiben.

Ich versuche, nicht auf den jeweiligen Funktionstitel zu sehen, sondern vielmehr auf die Vielfältigkeit und Kompetenz, die sich aus den umfangreichen Portfolios unseres Unternehmens ergeben. Auf dem Weg von Hautpflege über Mundpflege zur Babypflege lernt man wirklich jedes Mal Neues dazu. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, was man in einer bestimmten Position gelernt hat und welche Fähigkeiten man in die nächste Funktion einbringen kann, nicht nur über den neuen Titel.

Ich denke, je mehr fachübergreifende Erfahrung man gesammelt hat, desto einfacher ist es, sich in die Lage der Kollegen zu versetzen, mit denen man funktionsübergreifend zusammenarbeitet. Ich empfehle Marketingfachleuten zum Beispiel immer, einige Zeit im Vertrieb zu verbringen. Die Fähigkeit, ein Produkt verkaufen zu können, kann in einer Marketingfunktion ungemein hilfreich sein, denn man versetzt sich in die Lage des Kunden oder Verbrauchers und versucht naturgemäß, sich bzw. die Marke ansprechend darzustellen.

Meine wichtigste Erkenntnis aus den wechselnden fachübergreifenden Aufgaben liegt darin, dass man auch dann, wenn man glaubt, alles zu wissen, nicht vergessen sollte, dass es noch so viel zu lernen gibt. Dabei meine ich Lernen im weitesten Sinne, nicht nur in Bezug auf die erforderlichen Fähigkeiten für die aktuelle Funktion, sondern auch auf das, was man im Laufe einer beruflichen Laufbahn lernt, wenn man in prekäre Situationen gerät. Ich denke, der Wechsel ins Ausland und die Arbeit sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern haben mir dabei sehr geholfen. Begibt man sich erstmals in ein Land, das man nicht kennt, über das man vielleicht noch nicht viel weiß, ist es wichtig, den Menschen zuzuhören, die in diesem Markt arbeiten und Experten darin sind. Erst danach sollte man herausfinden, wie man deren Erfahrungen ergänzen und letztendlich einen Mehrwert schaffen kann.

Mein Rat wäre wohl am ehesten, keine Angst vor einem Risiko zu haben. Vor allem Berufsanfänger erwarten oft eine schnelle und steile Karriere, doch niemand spricht darüber, dass sich Ziele ändern können, oder dass manchmal ein Neustart nötig ist. Ich habe meine sichere Arbeit aufgegeben, um die Welt zu bereisen. Dieses Ziel hatte ich immer schon vor Augen. Und es war eine der riskantesten und zugleich besten Unternehmungen meiner Laufbahn. Ich hatte Energie getankt und war wieder sehr motiviert, weil ich neue Perspektiven sah. Gehen Sie also sowohl persönlich als auch professionell Risiken ein, denn der „richtige Zeitpunkt“ kommt vielleicht nie.